6. Juli 2025 – Bereit für den Kukident-Express

Und damit meine ich diese wunderbaren Bustouren für reiselustige Rentner mit dem lockeren Portemonnaie für unnütze Verkaufsartikel des täglichen Bedarfs. Also dass es sich nur um unnütze Verkaufsgegenstände handelt, dachte ich zumindest, bis ich mich gestern Abend in mein Luxus-Bettchen hier im Pinacle Resort gelegt habe. Da lag nämlich eine beheizte Matte unter dem Bettlaken und ich fühlte mich wie im siebten Himmel. Also im siebten, beheizten Himmel. Bei den minimalen nächtlichen Temperaturen hier und Häusern die in der Regel eher für den Hochsommer gebaut wurden, fühlt sich so eine Heizmatraze wie der Himmel auf Erden an. Ich übertreibe nicht, auch wenn ich mir nun gleichzeitig ziemlich alt vorkomme. Am liebsten hätte ich das Bett gar nicht erst wieder verlassen. Neben der wohligen Wärme hatte ich ja auch noch Ausblick. Nur konnte ich weder Mann noch Sohn überreden, mir ein Frühstück ans Bett zu bringen. Denn auch die beiden hatten solch eine Matraze und wollten ihr Bett genauso wenig verlassen. So ein Mist. Ich muss die unbedingt morgen früh vom Strom nehmen.

Also motivierten wir uns gegenseitig mit der Sonne, die draußen schien und standen irgendwann doch auf. Der Tag war jung, die Sonne schien und wir hatten Tatendrang. Also schnell los, die umliegende Küste erkundigen. Georg hatte sich mal einen Tag am Strand gewünscht, nachdem wir gestern irgendwann abrechen mussten und ehrlich gesagt, auch ich liebe solche Strandtage.
Also ab nach Wilderness und schwups hatten wir schon wieder einen kilometerlangen Strand ganz allein für uns. Ich glaube, wir stinken… anders kann ich es mir echt nicht erklären, dass wir hier die Strände ganz für uns allein haben.

Mal abgesehen von der fehlenden Temperatur und ein bissl Wind, war doch nichts auszusetzen an diesen Traumstränden. Die Sonne schien und wärmte und die Wellen gaben alles, um die unglaubliche Macht des Ozeans zu zeigen. Hier könnte ich tagelang einfach nur sitzen und dem Meeresrauschen stoisch zuhören. Okay, ich könnte auch jede Welle und jedes Sandkorn einzeln fotografieren, aber das ist ein anderes Thema.

Georg fand einen alten Hundespielball, ordentlich ausgeketscht aber noch quietschend und hatte somit endlich wieder einen Fast-Fussball zwischen seinen Füßen. Damit war auch er auf Stunden beschäftigt. Es ist unglaublich, wie Ballgeil dieses Kind inzwischen ist. Hätte ich hier in einem Laden schon einen Fussball gefunden, so hätten wir mittlerweile ein Trainingscamp eröffnen müssen. Der kleine Hundeball ist also nur eine kurzzeitige Beschäftigung und kann maximal seine Sehnsucht überbrücken.
Und mein Swen genoss das Meer mit einer Mischung aus uns beiden. Also stur auf’s Meer starren oder Ball spielen mit Georg. Eigentlich ist auch er Ballgeil, will es aber nicht zugeben..

Erst als uns der Magen knurrte zogen wir weiter auf der Suche nach einem Restaurant mit Aussicht und fanden Victoria Bay mit Vikki’s at the Beach, wo es ordentlich Fish & Chips gab und eben Aussicht auf’s Meer. Die Kraft des Ozean’s ist hier einfach unglaublich und gibt Energie, für was auch immer. Es kommt in Bildern nie so rüber, wie im wahren Leben. Aber eines kann ich locker behaupten: Die Wellen türmten sich auf wie Wolkenkratzer aus Kleinstädten. Es war beeindruckend.

Auf dem Rückweg stolperten wir fast über einen gigantischen südafrikanischen Seebären. Wahnsinn was das für ein Koloss ist und welche Kraft dahinter steckt. Die Warnung, mindestens 20 Meter Abstand zu halten leuchtet ein, auch wenn der Seebär nicht das geringste von der Warntafel hält. Daneben stand auch noch ein Warnschild, dass die Seebären unter Umständen tollwütig sind und ehrlich gesagt, fand ich auch, dass der Junge nicht ganz so fit wirkte. Aber ich bin kein Veterinär und ich hielt daher auch eher mal sicherheitshalber Abstand. Nicht dass der Gute an mir knabbern will und mich womöglich noch ansteckt. Nur mein Objektiv durfte näher ran und zoomte was das Zeug hielt.

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