Mann zur Adoption freigegeben, Gebote an…

Habe ich nicht gestern erst geschrieben, dass ich süchtig nach Autofahren bin und mein Auto zum neuen Home-Office umbaue? Nun befürchte ich jedoch, dass auch mein Mann meine Artikel liest. Denn er hat direkt nach Veröffentlichung beschlossen, mein Vorhaben mit allen Mitteln zu boykottieren. Hatte wohl Angst, dass ich ihn zurücklasse und er alleine hier sitzen bleibt.

Jedenfalls hat die Mistsocke einen ganz perfiden Plan entwickelt. Seit Tagen wird ja nun eine Weltuntergangsstimmung in den Wetterberichten gezeichnet, die einem Angst und Bange machen würde, wenn man nicht total gechillt ist. Von Jahrhundertereignis ist die Rede und von meterhohen Schneeverwehungen. Autofahren soll man komplett sein lassen, was auf mich wirkt wie ein offizielles Suchtverbot. Aber die Mistsocke hat hier echt noch Vorteile in dieser Situation für sich erkannt und direkt gestern Abend in die Tat umgesetzt.

Während ganz Deutschland also alles Hab und Gut gegen Sturm und Schnee absichert, den Schneeschieber sicherheitshalber ins Haus räumt, damit man früh morgens gleich als erster loslegen kann, während die Nachbarn noch schlafen, da macht er es ganz subtil und unauffällig. Während also die Nachbarn alle schon fleissig Schneeschippten, lagen wir noch gemütlich im Bett. Nach dem Frühstück ging es dann doch irgendwie raus, angezogen wie für ne Polarexpedition und trotzdem gefroren. Also Schneeschieber gepackt und die Auffahrt auf und nieder. Diese blöde Schneeumverteilung ist dämlich. Denn wohin mit dem heute eher rosa Zeug? Gemäß dem Gesetz der Masseerhaltung, wird es nämlich nicht weniger. Also Schneisse schieben und das Beste hoffen, damit nach den nächsten Winden nicht alles wieder wie vorher aussieht.

Man hätte meinen Zustand schon fast als „verschwitzt“ betitteln können, als mich eine Nachbarin fragte, warum wir denn die Autotür sperrangelweit offen stehen haben. Müssen wir lüften? Entladen wir gerade etwas? Nein, mein Mann meinte gestern Abend, also nur Minuten bevor diese katastrophalste Wetterlage eintreten würde, es wäre eine tolle Idee, das Auto mal offen stehen zu lassen. Und mit offen, meine ich zwar verschlossen an sich, aber mit weit aufstehender Hintertür. Eines steht fest, nun war ich nicht mehr einfach „verschwitzt“, sondern eher so ein brodelnder Vulkan.

Auto ist ja schließlich schon drei Tage alt und die HomeOffice-Einrichtung ist noch nicht abgeschlossen. Statt dessen sitzt jetzt Bigfoot inklusive Lagerfeuer in meinem HomeOffice, während er sich an den heimischen Fuchs, den Marder und die Hauskatzen kuschelt. Ein idyllisches Bild in schwarz-weiß.

Manchmal könnt ich ihn zur Adoption freigeben, oder gleich als vermisst melden. Manchmal könnt ich auch vorschlagen, dass er sich gleich zu Bigfoot gesellt, während ich hier schön im Warmen sitze. Und manchmal räche ich mich einfach, indem ich hier davon berichte und ich es ihm somit auf Lebenszeit auf sein Butterbrot schmiere. Das muss er nun über sich ergehen lassen. Besser als weiterhin mit dem Schneeschieber hinter ihm her zu rennen. Zu anstrengend und nicht befriedigend. Also lacht mit und tut mir den Gefallen, ihn regelmässig auf diesen Fehler hinzuweisen. DANKE!

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