Ein Hut, ein Stock, ein alter Mann…

diesen Beat kennt jeder: ein, zwei, drei, vier,….ein Hut, ein Stock, ein alter Mann, vor, zurück, zur Seite ran….Und so ging es heute auf zu unserem ersten Wandertag und seitdem ist dieser Ohrwurm gesetzt. Kann man übrigens auch super auf alles anderes als wandern ansetzen, was man zählen kann. Zum Beispiel Schlucke aus dem Glas, oder Züge die vorbei fahren. Apropos Zug, ich weiß immer noch warum das Wörtchen Zug in der Zugspitze enthalten ist. Mein Mann meinte gestern, ich hätte schon bei der Adresse der Unterkunft stutzig werden können. Aber mal ehrlich, nur weil etwas in der Bahnhof-Umgebung wohnt, müssen noch lange keine Züge durchfahren, oder? Naja, die nächste Unterkunft hat Seeblick, mal sehen was uns dort erwartet.

Habe auch noch nicht herausgefunden, was es mit der Spitze in Zugspitze zu tun hat. Liegt schlicht daran, dass ich heute nichts von der Zugspitze dank Wolken gesehen habe. Ist auch schwierig einem Kind zu erklären, dass es vor dem höchsten Berg Deutschlands steht, wenn er ihn nicht mal sieht. Aber das soll ja die nächsten Tage noch anders werden, also schiebe ich diese Fragenbeantwortung mal etwas weiter.

Heute wollten wir aber endlich mal wandern und die neuen Wanderschuhe einlaufen, die eingepackte Regenjacke einmalig nutzen und den dicken Pulli zumindest einmal vollschwitzen. Also ab auf den Panoramawanderweg nach Lermoos bei herbstlichen Temperaturen. Und hier konnten sich meine drei Kinder so richtig auspowern. Aller hundert Meter befanden sich Freiluft-Sportgeräte aller Art. Als ob es nicht reichen würde, dass ich als Flachlandtirolerin nun hier in den Bergen bergauf hecheln muss. Ich bewege mich hier so ungefähr einen Kilometer höher, als ich es sonst tu und dies kommt bei mir einem Höhentraining gleich. Also für mein Verständnis schon reichlich genug Freiluftsport. Meine drei Kinder, also die beiden echten und das große Kind hatten aber furchtbar viel Freude zu hangeln, zu balancieren und zu pumpen. Und ich hatte Gott-sei-dank eine perfekte Ausrede, meinen Fotoapparat. Hätte ich den nicht, hätte ich womöglich mitmachen müssen. Welch abwegige Vorstellung. Und außerdem gäbe es dann nicht diese wunderbaren Bilder.

Wobei ich ja zugeben muss, dass meine Foto’s schon einer gewisse Zensierung unterliegen. So durfte ich zum Beispiel keine Foto’s von Pini’s Spinnenwendung an der Stange zeigen. Lag wohl daran, dass man nur Hintern sah. Und bei Georg’s Sturz vom Balance-Seil habe ich vor lauter nachgefühltem männlichen Schmerz zwischen den Beinen kein Foto zustande gebracht. Swen fällt immer raus aus der Zensur, der muss alles ertragen, was ich veröffentlichen will. Dafür musste ich ihm versprechen, dass er nicht der „alte Mann“ aus meinem Titel ist. NEIN, ist er nicht, würde ich mir nie erlauben zu schreiben, mein liebes großes Kind.

Also der alte Mann und die zwei Kinder haben dann in den Zwischenstücken ohne Sportgeräte diesen tollen Schrittbegleitersong strapaziert, in schnell, in langsam, in slomo und im rennen. Wie gesagt: Ohrwurm für diesen Urlaub ist platziert.

Ein Sportgerät möchte ich bezüglich des Nervenkitzel dennoch erwähnen. Es war an sich ein ganz harmloses Spielplatzgerüst, wo man sich von einer Platte zur nächsten mit einem großen Schritt schwingen musste und dabei nur etwas die Balance halten sollte. Also eigentlich total simpel und halbwegs harmlos. Wäre da nicht der um drei Seiten verlaufende Starkstromzaun der angrenzenden Kuhherde. Mal ehrlich, ein Stromzaun neben dem Spielplatz im Abstand von einem Meter? Wenn Du diesen kleinen Wackelparcour mit etwas Geschwindigkeit meisterst und das kommt bei übermütigen großen und kleinen Kindern gelegentlich vor, dann hängst du beim Absprung mit dem Gesicht im Stromzaun. Eine sehr unschöne Erfahrung. Aber keine Sorge, an der Stelle waren meine drei Kinder schon etwas ausgepowert und nicht mehr übermütig.

Wir haben also alle Aktivitäten überlebt und begaben uns dann auf den Rückweg über die Weiden und schleppten uns leicht erledigt wieder zurück in unseren gemütlichen Bahnhof. Und damit ihr seht, dass ich auch Natur fotografieren kann, ohne dass sie sich über einen Balanceakt müht, hier noch ein paar Impressionen von heute. Und morgen gehts auf die Abfahrt….

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