Also hier ich bin wieder, also quasi, fast, bald…

Ich habe noch nie eine super-dooper Achterbahn gesehen an der ein Hinweisschild hing:

Vorsicht, hier ist eine Schraube locker!

Eher wird diese Achterbahn „vorübergehend wegen Wartungsarbeiten geschlossen“. Und so ist es quasi auch mit meiner Achterbahn. Schraube ist locker und ich habe sie mal lieber dicht gemacht, also die Achterbahn. Ich hab nur vergessen, ein Schild rauszuhängen und manch ein Achterbahn-Freund stand so monatelang vor geschlossenen Toren und hat sich gefragt, wo ist sie nur? Also hier bin ich wieder, quasi, fast, bald…

In meinen eingehenden, schon lange zurückliegenden Zeilen für diesen Blog hatte ich ja geschrieben, dass ich den Begriff „Achterbahn“ genau aus diesen Gründen gewählt hatte und alle Lesenden auch auf die Höhen, Tiefen, Loopings und den Adrenalinrausch mitnehmen wollte. In der Praxis sind aber manche Tiefen so tief, dunkel, langweilig und kreativitätsverzehrend, dass ich halt doch einige Passagen lieber weggelassen habe um andere und vor allem mich nicht noch weiter zu quälen.

Vielleicht war es auch schön, mal nichts von mir zu lesen und zu hören. Mein letzter Artikel ist über zehn Monate her und seither wird „gewartet“. Die Erde hat sich weitergedreht und das Leben hatte auch ohne Blog viele schöne Momente und Erlebnisse. Sicher wäre der ein oder andere ein Quotenhit geworden, aber wie gesagt, die Erde hat sich auch ohne diesen Quotenhit weitergedreht, wenn auch einige Male in die falsche Richtung.

In den letzten Monaten habe ich also wacker an meiner emotionalen und gesundheitlichen Achterbahn rumgeschraubt und festgestellt, dass mir zum Beispiel mein Fotografieren viele Lachfältchen auf die ernste Stirn zaubert. Es hat mir einfach wieder Freude gemacht, Dinge im Bild festzuhalten und diese Momente auch zu teilen. Und deshalb frage ich mich jetzt hier, während ich schreibe, ob auch das Schreiben mir wieder die Freude bringen kann, die es mir so oft gebracht hat? Kann ich wieder mit tiefschwarzem Humor von den kleinen Witzigkeiten des Lebens berichten? Reizt es mich wieder, mit der Welt, oder dem OFF, Anekdoten zu teilen? Und vor allem, kann ich mit meinem Schreiben anderen Achterbahn-Insassen wieder ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern?

Die letzte Frage, kann ich nur beantworten, wenn ich Feedback bekomme. Also bitte verkneift Euch das schlechte Feedback und motiviert mich mit Lobhudeleien, falls ihr weiterlesen wollt. Ich weiß, dies ist nicht das Wichtigste und auch nicht der Hauptgrund für diesen Block, aber es ist doch ein Teil meines ICH’s, wie ich nun zugeben kann.

Tja, und die anderen Fragen kann ich eigentlich nur beantworten indem ich schreibe, schreibe, schreibe und schaue, was es mit mir macht. Nun nach rund 400 Wörtern, hab ich schon so eine Ahnung: Es macht schon Spaß, den Wörtern wieder Ausgang zu verschaffen. Es ist, als ob man den vielen Gedanken im Kopf einfach mal ne Gassirunde genehmigt. Okay, da hatte ich schon bessere Analogien, aber andererseits, muss man manchen Scheiß auch einfach rauslassen. Also Ihr wisst, was ich meine zu meinen.

Jetzt steht in Kürze wieder ein Urlaub an und meinem klitzekleinen Fanclub glaubend, sind die Urlaubsabenteuer meiner Familie immer die witzigsten Zeilen, die ich schreibe. Auch bewegt es die Lesenden in Gedanken mitzureisen und Neues zu entdecken und dass macht wiederum mir Spaß. Denn nichts ist langweiliger, als nur mit den Personen zu reisen, mit denen man eh 24/7 zusammen ist. Nein, dass war natürlich ein Scherz, ich liebe meine 24/7-Lieblingsmenschen um mich herum. Aber ich liebe es auch, wenn gedanklich noch andere mitreisen und ich das Schöne der Welt teilen kann.

Und langsam und bewusst muss ich doch mal wieder meine Lebensachterbahn in Schwung bringen. Ich verspreche nur, dieses Mal keine täglichen Abenteuerberichte. Wenn sie trotzdem kommen, geht es mir gut und ich habe Freude dran, das Erlebte zu teilen. Wenn Sie ausbleiben, ist es aber kein Grund zur Sorge, sondern nur das Zeichen, dass ich voll im Jetzt und Hier lebe und genieße, erhole und heile.

Habe mit meinem Mann ein Codewort für den Ausstieg vereinbart. Also wenn ich entweder gestresst bin vom Blogschreiben oder aber nicht gewürgt werden will (es soll ja solche Codewörter geben), dann sage ich einfach:

„Ich MUSS heute noch schreiben!“

Und Schluss aus, Internet weg, Strom weg, Laptop zu. Denn nichts MUSS ich, wenn ich nicht will. Wir wollen ja schließlich nicht, dass die lockere Schraube sich auf dem Höhepunkt der Achterbahnfahrt löst und meine Gondel eine Freiluftfahrt ins Nirgendwo startet. Darf ich nun also wieder weiterschreiben??????

3 Kommentare zu „Also hier ich bin wieder, also quasi, fast, bald…

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