9. August 2022 – Ach so sieht die Lobby aus?

Immer wieder fällt einen in Las Vegas auf, dass man staunend durch den Tag läuft. Und so fing auch der heutige Morgen an. Wir liefen nämlich Richtung Ausgang um am Valetparking unser Auto in Empfang zu nehmen und dachten nur:

„Wow, was ist das für ein geiler Eingangsbereich“

Vor lauter Müdigkeit am Anreisetag war uns dieser noch nicht einmal aufgefallen. Hier waren wir genauso verpeilt wie bei unserem Mietwagen. Denn ehrlich gesagt, waren wir gespannt wie ein Flitzebogen, was uns der Valetfahrer so bringt, denn ich konnte mich nur noch an die Farbe erinnern und bei Swen war es ähnlich. Wir waren auf jeden Fall zufrieden mit dem übergebenen Auto, war immer noch mehr als wir gebucht hatten und alle Koffer passten rein. 

Nun ging es weiter auf unserer Tour, raus aus Las Vegas und zum ersten Zwischenstop, dem Hoover Damm. Auf dem Weg dorthin kamen wir durch eine Polizeikontrolle und uns begrüßte eine Deutsche Polizistin, also eine amerikanische, die aber aus Deutschland stammte und noch 1A in Deutsch fragte, ob wir Waffen dabei haben. Naja, meine Waffe sitzt neben mir und fährt Auto, ist aber auch legal. Wir durften somit passieren.

Ich war vor vielen, vielen Jahren schon mal am Hoover Damm und es war wieder deutlich weniger Wasser im Lake Mead. Weitere Las Vegas Leichen haben wir zwar nicht entdeckt, aber es war trotzdem erschreckend und zeigt wieder, wie hier fern jeder Vernunft gehandelt wird. Irgendwann ist der Grund des Sees zu sehen und Schuld ist dann natürlich der fehlende Regen und nicht der verschwenderische Umgang mit den Wasserresourcen. 

Apropos fehlender Regen, wir standen hier bei fast 40 Grad auf dem Hoover Damm und es regnete tatsächlich. Okay, die Wassertropfen verdunsteten direkt auf unserem T-Shirt und stiegen als Wasserdampf wieder auf, aber es war echter Regen. 

Der blieb auch unser Tagesbegleiter auf der weiteren Tour Richtung Grand Canyon. In Kingman entschieden wir uns für den Umweg zugunsten der historischen Route 66 und beobachteten, wie links und rechts von uns riesige Gewitterzellen abregneten, inklusive der entsprechenden Blitze. Ziemlich beeindruckend war das. Hielt uns jedoch nicht davon ab, noch verschiedene kleinere Stopps einzulegen. So z.B. in Chloride vor der Abzweigung auf die Route 66. Hier wurde uns eine Geisterstadt laut Reiseführer versprochen, aber es gab keine Geister. Dafür einige kultige Fotomotive und Rehe und Hirsche. Also hatte sich dieser Stopp gelohnt.

Natürlich musste auch ein Foto (oder mehrere) mit einem Route 66-Schild sein. Leichter gesagt als getan, aber kurz hinter einem Diner mit Feuerwehren und Dinos (bestimmte Mitleser kennen es) fanden wir an einem Pipistopp ein Schild und ich war zufrieden.

Am beeindruckendsten auf dieser Tour war aber dieses gigantische Gewitter und ich war froh über unseren Umweg, denn so mussten wir nicht mittendurch. Dafür sind wir plötzlich fast zu Tode erschrocken, als all unsere Handys wild piepten, denn es kamen 2 Unwetterwarnungen zentral gesteuert rein, wegen den Gewittern. Solch eine zentrale Benachrichtigung wäre echt ne gute Sache für unser Land, denn so würde es zeitgleich alle erreichen. So erschreckte es uns unerfahrene nur unheimlich und wir fuhren weiter durch die vielen Gewitter, ohne direkt betroffen zu sein.

Jetzt ging es auf die letzten Kilometer Richtung Grand Canyon und obwohl es ewig in einer Ebene geradeaus ging, checkten wir erst recht spät, dass wir die ganze Zeit auf einem Hochplateau in Höhe von ca. 2000 m fahren. Es kamen zwar plötzlich nach der Wüste Tannenwälder dazu, aber irgendwie hatte man das Gefühl, man fährt die ganze Zeit im Flachland, statt in der Höhe. Noch so ein Ding, was man erlebt haben muss, um es zu verstehen.

Jetzt jedenfalls sitzen wir in unserer Lodge am Grand Canyon. Den Canyon haben wir noch nicht gesehen, weil dunkel. Aber dafür genießen wir gerade die Geräuschkulisse der Lodge. Gerade duscht jemand zwei Räume weiter und wir hören es so gut, als würden wir selbst unter der Dusche stehen. Auch haben unsere Nachbarn sicherlich schon etwas von unseren Lachanfällen gehabt. Naja, manchmal schlägt halt „Lage“ nicht „Comfort“, aber ich habe ja Wagenladungen Oropax mit und diese werden nicht ungenutzt wieder nach Deutschland kommen. Also gute Nacht und morgen gibts was auf die Augen.

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