20. August – Poano fia de Augn

Nun sitze ich hier 21:34 Uhr am Vierwaldstättersee, bin fußlahm und furchtbar müde, suche das WLan und halte mich daran fest, dass ich bis morgen alles vergessen habe, wenn ich jetzt nicht „schnell“ mal noch etwas schreibe. Die bittere Wahrheit ist, ich mache das gar nicht für Euch, sondern nur für mich, damit ich nichts vergesse. Naja vielleicht auch ein bissl für Euch, aber dafür bräuchte ich mal FEEDBACK von den vielen, vielen heimlichen Lesern, die sich hinter den Klickzahlen verstecken. Würde mich echt freuen.

Aber mich bringen auch andere Sachen zum Freuen. So zum Beispiel der heutige Tag. Meine Lieblings-Fremdenführerin Britta holte uns heute zum zweiten Tagesausflug in der Schweiz ab. Unser Frühstück war heute eher chaotisch bis hektisch, da uns ein Schwarm Wespen ärgerte. Mit 1-5 nehme ich es ja noch entspannt auf, lass mir sozusagen die Marmelade von der Lippe lecken. Aber bei 20-50 werde auch ich unentspannt, denn Georg hatte ja gestern schon seinen Stich und mehr brauche ich in diesem Urlaub nicht. Irgendwann kapitulierten wir und saßen zum Schluss zu fünft im Wohnwagen auf den Betten und krümelten mit Croissants die Laken voll. Davon werden wir wohl diese Nacht noch etwas haben. Wenigstens sind Croissantkrümel nicht annähernd so kratzig wie Brötchenkrümel.
Auch schön war die inzwischen flüssige Lätta, die wir vergessen hatten wegzuräumen. Stattdessen genoss die Lätta heute das volle Saunaprogramm unseres Wohnwagens. Hilft da das Gefrierfach, oder wie mache ich daraus wieder Margarine? Und jetzt nicht Rühren empfehlen, denn dazu bin ich zu müde und es würde den Wohnwagen in komische Schwingungen versetzen.

Irgendwann hechteten wir aus dem Wohnwagen ins Auto ohne Wespenkontakt und fuhren auf die andere Seite des See’s nach Engelsberg und gönnten uns wieder eine Seilbahn zum Trübsee. Es wurde ein Tag am See mit tausend Stimmungen und Nuancen und ein wahrer Happyplace für Georg. Fangen wir mal mit dem Trübsee für Kinder an. Wenn man Georg normalerweise zu einem Tag rund um einen See einlädt, hat man es eher mit einer „trüben“ Stimmung zu tun. Wandern macht ja in der Regel nicht persé Spaß, sondern klingt nach langweiligem Spaziergang. Nicht hier, denn die gesamte Ebene war auf Kinder ausgelegt. Es gab einen Erlebnispfad, auf dem man verschiedene Aufgaben lösen musste um zum Schluss einen Schatz zu finden. So wurde geklettert, auf dem Faß gelaufen, balanciert und gesucht und zum Schluss hatte man das Lösungswort und bekam im Seilbahnbüro ein Plüschtier oder ähnliches. Alles für Lau und das in der Schweiz.

Aber das war noch nicht alles für die Kids. Es gab auch Spielplätze ohne Ende, mehrere Hüpfburgen, Trampoline und ne Halfpipe für Roller und Rad, die man sich auch noch gratis leihen konnte. Georg bekam das Grinsen gar nicht wieder aus dem Gesicht und strahlt immer noch wie ein Honigkuchenpferd. Und keine Sorge, auch Pini hatte ihren Spaß.

Tja und für Mama war auch gesorgt, denn an jeder Ecke des See’s bot sich ein noch schönerer Blick und ich habe mittlerweile einen stark angeschwollenen Fotofinger. So eine fiese Fingerentzündung kann nur mit noch mehr Fotomotiven geheilt werden. Es war sooooo schön und so tolle Farben und Motive. Nur eines war der See nicht, nämlich trüb. Wer kommt denn auf solche Namen? Ich hätte ihn „See der Tausend Foto’s“ oder „Fotoporn“ genannt.

Und auch für Swen wurde gesorgt, denn überall gab es kleine Grillplätze samt Holz, Beil, Grillzange und Schatten und die beste Britta hatte Würste, Stockbrotteig und Brötchen mit. So durfte er wie ein echter Mann Feuer machen, ich konnte unendlich fotografieren, Britta machte mit, Pini und Georg bespielten die vielen Spielplätze und lösten das Schatzrätsel. Alle waren glücklich.

Zum Abschied hielten wir noch mal an unserem Ufer des Vierwaldstättersee’s und eine Hälfte von uns ging nochmal baden. Ein weiteres Viertel therapierte seinen Fotofinger aus und das letzte Viertel lächelte seelig vor sich hin und checkte die Nachrichten.

Ich muss wirklich sagen, ein rundum perfekter Tag. Okay, ich habe nun wieder mein Hauptproblem: Wie wähle ich mal schnell, bei misserablen WLAN aus 280 Foto’s die besten 20 aus. Aber auch ich wachse mit meinen Aufgaben und verlerne hiermit kategorisch das Zählen. Also sind es vielleicht nicht nur 20 Foto’s, aber das könnt ihr auch nicht von mir verlangen.

So nun packt mal alle schnell Eure Koffer, plant den nächsten Urlaub um und fahrt unsere Route ab. Auch wir fahren morgen in Urlaub Nummer sechs, auch wenn wir gerne länger geblieben wären.

Ein Kommentar zu „20. August – Poano fia de Augn

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  1. Wie immer sehr unterhaltsam zu lesen, als ob man mit dabei ist…
    Wir wünschen Euch weiterhin viel Spaß und einen erholsamen Urlaub.

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